Am Freitag, den 27. September, wurden wir mitten in den laufenden Feierlichkeiten unseres Oktoberfestes 2024 zu einer Fahrzeugbergung auf die Bundesstraße 6, zwischen Gebmanns und Kleinebersdorf, alarmiert. Ein PKW-Lenker war aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und blieb mit dem Heck seines Fahrzeugs im Straßengraben stecken.
Die bereits im Vorfeld eingeteilte Einsatzmannschaft sicherte die Unfallstelle ab und zog das Fahrzeug, nach Freigabe durch die Polizei, mithilfe der Seilwinde unseres Hilfeleistungsfahrzeuges 3 sicher aus dem Graben. Anschließend wurde das Fahrzeug gesichert abgestellt.
Nach rund 30 Minuten war der Einsatz erfolgreich abgeschlossen, und die Mannschaft konnte wieder einsatzbereit zum Oktoberfest zurückkehren, um bei den Feierlichkeiten weiter zu unterstützen.
Beitragsart: Einsatz
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PKW-Bergung während des Oktoberfestes 2024
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Mühlenbrand in Ernstbrunn
Ein langer und intensiver Einsatz
Am Montag, dem 23. September, wurden wir zu einem Brand in einem Gewerbebetrieb in Ernstbrunn alarmiert. Da die Vorbereitungsarbeiten für unser Oktoberfest an diesem Wochenende bereits in vollem Gange waren, konnte das erste Fahrzeug schnell ausrücken.
Bei unserem Eintreffen stand die Mühle in Ernstbrunn im Bereich der Trocknungsanlage bereits in Vollbrand. Die Ursache ist bisher noch ungeklärt. Aufgrund der Gebäudestruktur und der schnellen Brandausbreitung erhöhte der Einsatzleiter sofort auf die höchste Alarmstufe B4. Damit standen insgesamt 12 Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Korneuburg für einen langen und kräfteraubenden Einsatz bereit.
Der erste Atemschutztrupp musste den Innenangriff abbrechen, da die enorme Hitze den Einsatzkräften zu schaffen machte. Daraufhin entschloss sich der Einsatzleiter, einen umfassenden Außenangriff mit mehreren B-Rohren durchzuführen. Unser Wechselladefahrzeug mit Arbeitskorb und später die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg wurden zur Unterstützung eingesetzt. Erst als die Blechkonstruktion mit der Rettungssäge geöffnet wurde, konnte der Löschangriff über die Drehleiter Wirkung zeigen.
Währenddessen richtete die Freiwillige Feuerwehr Thomasl die Einsatzleitung ein, und die Freiwillige Feuerwehr Großrußbach baute den Atemschutzsammelplatz auf. Die Löschwasserversorgung für unser HLF3 wurde von der Feuerwehr Steinbach sichergestellt, und die Drehleiter wurde durch das Großtanklöschfahrzeug der Korneuburger gespeist. Neben der Versorgung der Atemschutztrupps kümmerte sich der Rest der Mannschaft um die Absicherung der Hauptstraße und den Aufbau der Wasserversorgung.
Nachdem der Außenangriff über das Dach erste Erfolge zeigte, ordnete der Einsatzleiter aufgrund der Lage im Gebäude einen weiteren Innenangriff an. Nach fast sieben Stunden intensiver Nachlöscharbeiten konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Insgesamt 23 Atemschutztrupps waren nötig, um das Feuer endgültig zu löschen. Die leeren Atemschutzflaschen wurden vor Ort von der Freiwilligen Feuerwehr Großrußbach mit dem Atemluftkompressor gefüllt.
Neben uns waren auch zwei Polizeistreifen und vier Einheiten des Roten Kreuzes vor Ort. Zwei Mitarbeiter des Betriebs wurden bei Löschversuchen verletzt und mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.
Nach fast acht Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Alle beteiligten Kräfte rückten ab und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. Für die meisten Kameradinnen und Kameraden blieb nur Zeit für eine schnelle Dusche, bevor sie sich auf den Weg zur Arbeit machen mussten.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Freiwilligen Feuerwehren, der Polizei und dem Roten Kreuz für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken! Ein großes Dankeschön geht auch wieder an die Bio Kreativbäckerei Kürrer und die Fleischerei Höger, die ohne zu zögern die Versorgung der knapp 170 Einsatzkräfte übernommen haben. -

PKW Bergung
Am Donnerstag, den 19. September 2024, wurde unser Wechsellader bereits zum zweiten Einsatz des Tages von der Freiwilligen Feuerwehr Maisbirbaum angefordert, um ein Auto aus einem Feld zu bergen. Die Polizei wies uns an, das Fahrzeug zu bergen, was sich als schwieriger herausstellte als zunächst erwartet.
Der Kombi war bis zur Bodenplatte im matschigen Feld versunken und steckte fest. Erst nachdem das Unfallfahrzeug mit der Seilwinde des TLF200 der FF Maisbirbaum ein Stück zurückgezogen wurde, konnte das Hebekreuz angebracht und das Fahrzeug erfolgreich geborgen werden.
Im Anschluss reinigten wir vor Ort unsere Ausrüstung und konnten den Einsatz abschließen.
Ein herzliches Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr Maisbirbaum für die gewohnt hervorragende Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Bilder. -

Traktor gegen PKW
Am Donnerstag, den 19. September 2024, wurden wir am Vormittag zu einem Verkehrsunfall in einem Kreuzungsbereich in Ernstbrunn alarmiert.
Ein Traktor war mit einem PKW kollidiert, glücklicherweise blieb es bei Sachschäden, und niemand wurde verletzt.
Unsere Aufgabe bestand darin, die Fahrbahn von Glassplittern zu reinigen.
Auch der alarmierte Notarzthubschrauber Christophorus 9 konnte ohne Einsatz wieder abfliegen.
Aus Rücksicht auf die Betroffenen und aus Pietätsgründen möchten wir keine weiteren Details oder Fotos des Unfalls veröffentlichen. -

Zusammenfassung der Unwettereinsätze von 13. bis 18. September 2024
Dieser Bericht gibt die Einsätze und Leistungen der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn während der Unwetterkatastrophe, die ganz Niederösterreich im Zeitraum von Freitag, dem 13., bis Mittwoch, dem 18. September 2024, getroffen hat, wieder.
Im genannten Zeitraum rückten wir zu insgesamt 41 Einsätzen aus.
Unsere Einsatzstellen lagen hauptsächlich in Ernstbrunn, aber auch in anderen Katastralgemeinden der Marktgemeinde sowie in verschiedenen Orten im Bezirk Korneuburg.
Der Großteil der Einsätze bestand im Auspumpen von überfluteten Kellern und im Schutz gefährdeter Objekte durch Sandsäcke. Auch vermurte Straßen und der Kindergarten in der Bründlallee, wurden von uns wieder freigeräumt.
Die durch das Unwetter verursachten Stromausfälle stellten eine besondere Herausforderung dar.
Auf Anforderung des Energieversorgers Netz Niederösterreich wurde unser 150 kVA Stromaggregat STROMA150 eingesetzt, um kleinere Regionen mit Elektrizität zu versorgen. Im Laufe der Einsatztage kam unser Aggregat mehrfach an verschiedenen Orten im Bezirk zum Einsatz, um Energie für Großpumpen oder Feuerwehrhäuser bereitzustellen.
Nahezu ohne Pausen und mit wenig Schlaf wurden die Einsatzstellen nacheinander abgearbeitet.
Da die Notrufnummer 122 zeitweise überlastet war, besetzte ein Mitglied unserer Wehr die Einsatzzentrale, um dort telefonische Notrufe aus Ernstbrunn direkt entgegenzunehmen.
Unser Leiter des Verwaltungsdienstes unterstützte nicht nur in unserem Einsatzgebiet, sondern war auch im Bezirksführungsstab (BFÜST) in Stockerau tätig.
Die kurzen Pausen zwischen den Einsätzen nutzten wir zum Befüllen von Sandsäcken, um jederzeit ausreichend Vorräte für den Ernstfall zu haben.
Als der Regen nachließ und die Pegelstände sanken, kam unser Wechselladefahrzeug (WLFA-K) an den letzten beiden Einsatztagen erneut zum Einsatz. Es wurde im Bezirk für den Transport von Müllcontainern verwendet. In den besonders stark betroffenen Gebieten verloren Menschen ihr gesamtes Hab und Gut. Vier unserer Kameraden übernahmen die traurige Aufgabe, diese Gegenstände mit dem Wechsellader zu verladen und an Sammelstellen zu bringen.
Diese herausfordernden Einsatztage konnten wir nur als eingespieltes Team bewältigen. Ohne die starke Kameradschaft wäre dies nicht möglich gewesen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Julian Antl, der uns als Privatperson beim Befüllen der Sandsäcke tatkräftig unterstützt hat. Auch möchten wir uns bei allen Privatpersonen bedanken, die uns mit Mehlspeisen und Süßigkeiten versorgt haben.
Ein großer Dank geht an die Betriebe in Ernstbrunn, an die Bio-Kreativbäckerei Markus Kürrer und die Fleischerei Höger, die uns, wie bereits bei vergangenen Einsätzen, unentgeltlich mit Lebensmitteln versorgt haben.
Zuletzt möchten wir der Rewe Group herzlich danken!
Die Billa-Filiale in Ernstbrunn öffnete am Sonntag extra für die Einsatzorganisationen und stellte uns unentgeltlich Gebäck, Mehlspeisen, Obst und vieles mehr zur Verfügung.
Wir wünschen allen Hochwassergeschädigten viel Kraft in diesen schwierigen Zeiten.
Zum Abschluss möchten wir noch betonen, dass auch einige unserer Kameraden, die unermüdlich im Einsatz standen, selbst von den Unwettern betroffen waren. Dennoch setzten sie ihre Arbeit fort, um anderen zu helfen.
Dies zeigt den besonderen Einsatz und die Hilfsbereitschaft unserer Freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn!